Totgesagte Leben länger, aber momentan scheint sie endgültig tot. Grund genug für einen Rückblick auf glorreiche Zeiten. Raver, Dancing Girls, tanzende Mädchen auch in unseren Sexy Clips und auf der Vision Parade, originelle Bilder und Clips von den Loveparades.
 

Loveparade 2010

Bilder, Videoclips und Kommentare zur aktuellen und den zurückliegenden Loveparades!
 
 
 
 
Animation (c) warping.org
 
 

Loveparade 2010

Die Loveparade ist tot - lang lebe die Loveparade
 
Auch bevor es Tote gab, war diese Loveparade bereits totlangweilig.
 
- Richtige Raver? Fehlanzeige! Lauter normale Leute, die mal gucken wollten, und - wenn sie denn besonders mutig waren - vielleicht einen Minirock oder eine lustige Mütze hatten.
 
- Geile Mucke? Fehlanzeige. Nach 20 Jahren Loveparade reicht es nicht, lieblos irgendwelche Ump Ump Musik abzunudeln. Da müssen neue Akzente gesetzt werden.
 
- Tolle Party? Fehlanzeige. Nur passive Gucker. Und von Seiten der Veranstalter nichts als Selbstdarstellung und Marketing. Größenwahn ohne Konzept, Marktschreierei ohne Botschaft.
 
Sein wir mal ehrlich: als die Loveparade Berlin verließ, da war sie längst tot. Zumindest ihre Seele. Die nachfolgende kommerzielle Veranstaltung mit überwiegend passiver Laufkundschaft hatte nichts mehr mit der alten "Friede-Freude-Eierkuchen-Demo" ausgeflippter Raver gemein.
 
Behalten wir sie also so in Erinnerung, wie sie zu Lebzeiten in Berlin war. Dazu gibt es hier reichlich Bildmaterial aus alten, besseren Zeiten.
 
Zwei Dinge muss ich hier aber noch loswerden:
 
1. Es ärgert mich maßlos, wenn dauernd von Massenpanik die Rede ist. Massenpanik nennt man, wenn hirn- und verantwortungslose Dumpfbacken die Kontrolle verlieren und andere Menschen tottrampeln. Wenn dagegen Menschen von verantwortungslosen Organisatoren zusammengepfercht werden, keine Luft mehr bekommen, das Bewusstsein verlieren, durchaus wissen, dass sie auf anderen Menschen stehen, aber sich in keine Richtung mehr rühren können, ist es eine unverschämte Diskriminierung, ihnen Panik (oder gar Alkohol und Drogen) zu unterstellen. Welche Kraft schon weitaus kleinere Menschenmassen entwickeln können, kennt man zur Genüge von Popkonzerten, wo es auch immer wieder Fälle von Ohnmacht und Atemnot gibt. Dort kam aber zum Glück bislang niemand auf die Idee, die Leute zwischen Mauern und Gittern einzupferchen und dann sich selbst zu überlassen.
 
2. Mit simpelsten Vorkehrungen hätte sich Gedränge vorbeugen und kontrollieren lassen: Mittels einfacher Absperrbänder schafft man Pufferzonen sowie eine "Überholspur" entlang des Tunnels. Sobald diese Absperrzonen betreten werden (lässt sich mit Kameras, Lichtschranken oder Ordnern überwachen) wird Alarm gegeben, weitere Zuwanderung in den Engpass wird unterbunden. Ordner können dann helfen, die entstandene Traube aufzulösen. Das kostet so gut wie nichts (außer eben gesunden Menschenverstand), und sollte die Minimalvoraussetzung sein, wenn man Hunderttausende durch einen Tunnel schleusen will.
 
 

Loveparade 2009

fand aus Sicherheitsgründen nicht statt.
 
 

Loveparade 2008

Zusammenfassung/Statistik:
  • Motto war: "Highway to love - die längste Loveparade der Welt"
  • Hymne: "Highway to Love" (Westbam, siehe hier)
  • Besucher: Über 1,6 Millionen.
  • Trucks: der Zug bestand aus 36 Wagen (Floats).
  • Ort: Dortmund - Schnellstraße B1
  • 2009: Nächstes Jahr ist die Parade in Bochum.
 
Kommentar:
Das war in jeder Beziehung eine Loveparade der Rekorde. Besucherrekord (mit 1,6 Millionen wurde der bisherige Berliner-Höhepunkt von 1999 noch getoppt), Längenrekord (die vermutlich erste "Millionen-Parade" auf einer komplett gesperrten Schnellstraße), 36 Trucks (letztes Jahr waren es 27), und auch die im Umfeld angesiedelte, sich über 4 Tage erstreckende Party- und Clubszene setzte neue Maßstäbe. "Länger, Lauter, mehr Live" war hier das Motto, und die berühmtesten DJs aus der ganzen Welt waren geladen, wobei auch das Spektrum der Musik deutlich verbreitert wurde.
    Kleiner Wermutstropfen war das kühle, von Schauern durchsetzte Wetter, das zumindest neue "Nacktheits-Rekorde" verhindert haben dürfte, der allgemeinen Stimmung aber keinen Abbruch tun konnte. Tatsächlich gab es aber am Abend eine ganze Reihe von unterkühlten Ravern, die medizinischer Hilfe bedurften.
 
Inzwischen dürfte wohl wirklich niemand mehr daran zweifeln, dass die Loveparade sich als feste Veranstaltung etabliert hat, die zB. den Karneval an Umfang und internationaler Popularität sogar weit hinter sich gelassen hat. Und auch, wenn es tatsächlich nur relativ wenige Menschen gibt, die die reine, pure Techno-Musik mögen, so ist inzwischen unübersehbar, dass diese von Deutschland ausgehende Musik stilistisch die Musik in der ganzen Welt beeinflusst und geprägt hat. Und während sich Klugscheißer und Sprachfaschisten über "Anglizismen" in der deutschen Sprache aufregen, geht gerade von den Anglizismus-Nutzern eine neue deutsche Kulturwelle um die ganze Welt. Kultur besteht eben nicht aus Vorschriften, Engstirnigkeit und Klugscheißerei, sondern aus Weltoffenheit und Lebensfreude. Das war zu Mozarts Zeit so, und gilt auch heute noch!
 
Kritiker unterstellen der Loveparade auch immer wieder gerne, dass sie werte- und sinnfrei wäre, sowie kritiklos konsumorientiert. Was für ein hirnverbrannter Unsinn. Natürlich werden bei der Loveparade keine weltfremden und heuchlerischen Pseudowerte von oben herab gepredigt, wie das zB. beim Kirchentag der Fall ist. Aber es werden durchaus Werte vorgelegt, zB. Toleranz und Nächstenliebe. Während der Loveparade gibt es keine unfreiwillig Obdachlosen, niemanden der Hunger oder Durst hat, ohne dass ihm geholfen wird. Jeder kommt irgendwo unter, in manchen Studentenbuden pennten 10 oder mehr Raver, die sich erst am Abend zuvor kennengelernt hatten.
    Und wo ist sie denn, die Konsumorientierung? Tragen Raver Markenklamotten? Haben aus Plastik, Sicherheitswesten, Sonnenblumen etc. zusammengebastelte fantasievolle Kostüme irgendetwas mit Konsum zu tun? Warum können die Leute nicht einfach sagen, "ich mag die Musik nicht", "es ärgert mich, wenn andere einfach fröhlich sind, und ich nicht", oder "was die alle für einen Lärm und Dreck machen, das geht auf keine Kuhhaut". Das wäre ehrlich und legitim. Stattdessen irgendwelche Ideologien oder Pseudokulturelle Argumente anzubringen ist einfach nur verlogen ...
 
Videoclips von den Loveparades.
 
Die besten Bilder der zurückliegenden Parades.
 
Die sexiesten Raver Girls - erotische Schnappschüsse und Höhepunkte.
 
 
 

Loveparade 2007

Statistik:
  • Motto war: "Love is everywhere".
  • Hymne: "Love is everywhere" (Westbam and the Love Committee, siehe hier)
  • Besucher: Über 1,2 Millionen.
  • Trucks: der Zug bestand aus 27 Wagen (Floats).
  • 2008: Nächstes Jahr ist die Parade in Dortmund.
 
Kommentar: Totgesagte leben länger! Nicht einmal Berlins kleingeistige Regional-Politiker haben es geschafft, die Loveparade kaputt zu kriegen. Zum Wohle für Deutschland (denn welche vergleichbar populäre Kultur-Veranstaltung hat Deutschland noch zu bieten?), und nicht zuletzt auch zum Wohle für die neue Region, den Ruhrpott. Nicht ohne Schadenfreude kann man vermelden, dass die Region auch kommerziell davon profitierte. Lange Nase Richtung Berlin ;-)
 
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Parade ein Erfolg auf ganzer Linie war. Perfektes Wetter, zufriedene Besucher (mit 1,2 Millionen deutlich mehr als erwartet, und Beleg für den allgemeinen Aufwärtstrend der wiedererwachten Parade), zufriedene Veranstalter, zufriedene Polizei und Behörden (es war eine der friedlichsten Massenveranstaltungen der letzten Jahre).
 
Natürlich, bei der Totalen fehlten sie schon: das Brandenburger Tor, die Siegessäule. Aber dafür gibt es von jetzt ab jedes Jahr etwas Neues zu sehen. Und den in der Masse tanzenden Ravern konnte es eh egal sein. Bei der Musik-Auswahl hat man sich ganz bewußt möglichst vielen, zum Teil auch kommerziellen Stilrichtungen geöffnet. Ein Trend, der schon letztes Jahr in Berlin begonnen wurde, und der sicherlich eine richtige Entscheidung ist. Die Loveparade ist eben keine skurrile Minderheitenveranstaltung mehr, sondern ein Mainstream-Produkt. Das ist weder gut noch schlecht, es ist anders. Und auch wenn es Kultur-Puristen in der Seele weh tun mag: Was, im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte, blieb und bleiben wird, ist und war immer der Mainstream. (Ein wenig Philosophie am Rande: gäbe es keinen Mainstream, quasi als evolutionäres Grundgesetz, dann gäbe es auch keinen Homo Sapiens, sondern stattdessen ganz viele verschiedene, skurrile kleine Affensorten, was sicherlich sehr lustig wäre, und der Welt auch so manches Problem erspart hätte ;-)
 
Persönliches Fazit: Inzwischen kann man davon ausgehen, dass sich die Loveparade als fester Bestandteil des deutschen Kulturlebens etabliert hat, und mit gleicher Hartnäckigkeit weiterbestehen wird, wie so viele andere - eigentlich schon überlebte - Veranstaltungen, wie zB. der Karneval auch.
    Mein Eindruck vom letzten Jahr, dass die Raver braver und verklemmter geworden sind und immer noch werden, hat sich bestätigt. Gleichzeitig kann man aber positiv verbuchen, dass der Anteil der aktiven Teilnehmer gegenüber den rein passiven Zuschauern noch weiter gestiegen ist. Und vielleicht werden die Menschen unseres Landes ja eines Tages die gleiche Unbefangenheit und Unverklemmtheit zurück erlangen, wie sie bei Woodstock und auch bei den frühen Loveparades vorgelebt wurde.
 
 

Loveparade 2006:

- Statistik:
  • Motto war "The Love Is Back".
  • Abschlusshymne: "United States Of Love" (Westbam)
  • Besucherzahlen: 1,2 Millionen laut Veranstalter, 500.000 laut Polizei.
  • 2007: Ob die Loveparade überhaupt, und mit gleichem Konzept, nächstes Jahr wieder stattfindet, steht zur Zeit noch nicht fest.
 
Kommentar: Stimmung und Besucherandrang übertrafen die Erwartungen dieser, gewissermaßen im Schatten der ausklingenden WM und zweier zwischenzeitlich ausgefallener Parades stehenden Veranstaltung. Das Spiel mit den stark variierenden Angaben zu den Besucherzahlen hatten wir bislang bei jeder Loveparade: Logisch, die Veranstalter haben Interesse, hohe Besucherzahlen vorzuweisen. Und umgekehrt, die Polizei? Der ist es ziemlich egal - wozu also genau zählen - eventuell steht aber sogar "Staatsräson" dahinter. Indem man die Zahlen kleiner macht, bietet man Gegnern der Loveparade weniger Angriffsfläche, setzt sich bzw. die Politik weniger der Kritik aus.
    Neu an dieser Parade war die größere Internationalität. In Zusammenarbeit mit der Berliner Regierung und deren internationalen Partnerstädten wurde versucht, das gesamte Spektrum der weltweiten Clubkultur zu repräsentieren. Neu war ebenfalls, dass die Trucks vollständig von den Sponsoren finanziert werden und somit den Clubs und DJ's gratis zur Verfügung stehen. Das sollte eine vielseitigere und demokratische Musikauswahl gewährleisten.
 
Persönliches Fazit: Es war ein Erfolg, Besucherandrang, gute Stimmung, tolles Wetter. Mein Eindruck war, dass die Raver etwas braver geworden sind, weniger schräge Kostüme, weniger abgedrehte Tänzer, weniger Oben Ohne Mädels. Das passt zur allgemeinen Renaissance des (Klein-) Bürgertums in unserer Gesellschaft, könnte aber auch am veränderten Konzept der Parade liegen. Dennoch, die Stimmung war großartig, das Publikum war gut gemischt, das Verhältnis von echten Teilnehmern zu reinen "Guckern" war sogar deutlich besser als bei den vergangenen Paraden. Tendenz: Mitmachen und selber machen ist angesagt.
 
Die besten Bilder der zurückliegenden Parades.
 
 

Geschichte / Höhepunkte:

1989 - 1. Love Parade
Streng genommen eher eine (angemeldete) Demo, Motto: "Friede, Freude, Eierkuchen". Loveparadegründer Dr. Motte zieht mit 150 Ravern und selbstgebastelter mobiler Musikanlage durch den Kurfürstendamm.
 
1999 - 11. Love Parade
Mit ca. 1,5 Millionen Besuchern und großer internationaler Resonanz und Beteiligung der bisherige Höhepunkt der Loveparade. Längst ist man, aufgrund der ständig wachsenden Teilnehmerzahl, in den Berliner Tiergarten ausgewichen, und zieht vom Brandenburger Tor zur Siegessäule.
 
2001
Ein Bundesverfassungsgerichtsurteil entzieht der Loveparade den Status "Politische Demonstration". Fortan wird sie als kommerzielle Veranstaltung eingestuft. Der Anfang vom vorläufigen Ende der Loveparade, denn da sie nicht wirklich und primär kommerziell ist, ergeben sich Finanzierungsprobleme.
 
2004 u. 2005
fällt die Loveparade mangels potenter Sponsoren aus.
 
2006 - Das Comeback
Die Parade ist wieder da, und setzt mit ca. 1,2 Millionen Besuchern zwar keinen Höhepunkt, aber doch einen neuen Akzent in ihrer Geschicht, und das, obwohl sie quasi im ausklingenden Schatten der Fußball-WM stattfand.
 
 

Vision Parade - Electronic Culture 2005:

Unser Leben ist von Elektronik bestimmt, wir leben in einer Electronic Culture. Eben dies war das Motto der Vision Parade 2005 in Bremen. Das Konzept wird bewußt offen gehalten, um der großen Bandbreite elektronischer Musik Rechnung zu tragen. In 15 Jahren Loveparade hat sich eine große Bandbreite an Stilen herausgebildet, die möglichst zahlreich auf der Vision Parade ihre Plattform finden sollen. Dazu gehören zB. auch die zur festen Einrichtung gewordenen Drum & Bass Trucks.
 
Bilder von der Vision-Parade
 
 

Reincarnation Parade 2005 in Hannover

Die nunmehr 11. Reincarnation Parade wird durch den wiederholten Ausfall der Love Parade die größte Techno Parade Deutschlands sein. Standardmäßig wird es 20 Trucks geben. Die Parade wird Richtung Georgsplatz zur Innenstadtbühne führen. Erstmals gibt es dieses Jahr auch einen Open Air Rave auf der Gilde Park-Bühne.
 
Bilder sind in Vorbereitung. Infos unter Reincarnation-Parade.de
 
 

Street Parade 2005: Der farbige Millionentanz

Größer, farbiger und schöner als die Loveparade: Die Streetparade in Zürich, die nun schon ihre 14. Ausgabe feierte. Ca. 1 Million Besucher und 32 Trucks (Love Mobiles) ließen keinen Zweifel daran, dass die Streetparade die größte Techno-Parade der Welt ist. Aber auch das Publikum ist noch ein wenig bunter, fantasievoller und nicht zuletzt internationaler/multikultureller als die Loveparade.
 
Bilder sind in Vorbereitung. Infos unter StreetParade.ch
 
 

Loveparade 2003 - Love Rules:

Totgesagte leben länger! Ach ja, langsam bin ich's leid. Jedes Jahr dieses Gerede, dass weniger Besucher wären, dass Techno eh tot wäre, dass schlechtere Stimmung wäre usw. Wer will da, und vor allem warum, unbedingt ein Ende herbeireden?
    Schon letztes Jahr wurde behauptet, es wären "nur" eine halbe Million Besucher (tatsächlich waren es 750.000) und dieses Jahr wieder das Gleiche. Nach einem (ganz normalen) zeitweiligen Höhepunkt scheint sich die Parade jetzt bei 1/2 - 1 Million stabilisiert zu haben.
 
Warum erklärt keiner den Kölner Karneval für tot? Da sind nicht so viele Leute aus aller Welt. Warum erklärt keiner die Marschmusik für tot, oder Beat oder Pop???
    Genau, weil sie leben, egal wie viele Anhänger sie haben mögen! Und auch die Loveparade ist längst eine Institution, wahrscheinlich größer als alle anderen kulturellen Institutionen Deutschlands, ob das nun einigen Leuten passt oder nicht. Sein wir froh, dass es sie gibt, und dass sie eine deutsche Erfindung ist. Da gibts ansonsten nicht viel von, seit Goethe und Beethoven von uns gegangen sind ;-)
[pete]
 

Die Loveparade 2002

Da war sie also wieder, die Liebesparade. Oder, wie einige behaupten, die Parade der Selbstverliebten. Tatsächlich muß sie wohl einem Außenstehenden erscheinen wie ein Umzug halbnackter, mit Drogen vollgestopfter Narzisten, die sich zu fabriklärm-ähnlichen Geräuschen mit eigentümlichen Zuckungen und Verenkungen fortbewegen.
 
Aber ich bin kein Außenstehender:  Ich war dabei und ich weiß es besser! Nirgends sonst findet man so viele unkomplizierte, fröhliche, tolerante, verrückte, liebenswerte Menschen auf einem Haufen wie hier. Keine übellaunigen Muffelgesichter, die einem im Alltag regelmäßig den Tag verderben, keine verklemmten Spießer, die ständig überlegen, was erlaubt oder schicklich ist und niemals in ihrem Leben irgendwo Spaß hatten (außer vielleicht beim Vortragen selbstverfaßter Gedichte ;-) ), keine untoleranten Szenefuzzis, die alles was von ihrer persönlichen Lebensart und Kleidung abweicht, mit hochnäsigen Blicken kommentieren, sondern einfach eine nach allen Seiten offene Gemeinde mit dem Motto "Leben und Leben lassen, vor allem aber Spaß haben". Endlich gibt es auch in Deutschland  echten  Karneval!!!
 
Was gab's an offiziellen Kritikpunkten? Zunächst mal diese, mit einer gewissen Schadenfreude verbreitete Meldung, es wären nur 500.000 Besucher dagewesen. Was heißt hier nur??? Und dass, nach einem vorübergehenden, durch Neugierde bestimmten Hype eine Normalisierung eintritt, sich das Ganze bei 1/2 - 1 Million Besuchern einpendelt, war doch zu erwarten. Im Grunde ist es doch eine Verbesserung, wenn man nicht mehr hilflos in Menschenmassen eingekeilt ist, sondern sich wieder halbwegs frei bewegen kann.
    Dann gab's da wieder diesen Drogenvorwurf. So ein Schwachsinn! Auf jedem Volksfest gibt es haufenweise bis zur Besinnungslosigkeit betrunkene Leute, und niemand stört sich daran, aber wenn sich ein paar junge Leute für andere Drogen als die Volksdroge Nummer 1 entscheiden, werden sie sofort kriminalisiert. 1 Million nette junge Leute von Nebenan. Alles Kriminelle? Hört doch endlich auf mit dieser Hexenjagd!
    Schließlich der letzte Vorwurf: Die Kommerzialisierung. Jo, das ist nicht schön. Aber ich glaube, dass sich die eigentliche Bewegung längst von den Veranstaltern und deren mehr oder weniger dämlichen Mottos (Access Peace) gelöst hat: man kommt hin, um Spaß zu haben, und scheißt auf Kommerz und Veranstalter im Hintergrund.
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Links

Abmahnwahn, das geht uns alle an:  Offener Brief an die Justizministerin
[unter dem Deckmantel von Recht und Gesetz haben sich in Deutschland ungeheuerliche Zustände etabliert!]
 
Loveparade.net   [die "offizielle" Loveparade-Site. Leider nur mit Flash 6 zu sehen :-( ]
 
Loveparade bei Techno.de   [komplexe Infosite mit dem vermutlich umfangreichsten Bilder-Archiv! ]
 
Nurso.de  [Umfangreiche Sammlung privater Schnappschüsse. Der Autor steuerte auch einige Bilder zu meiner Auswahl bei.]
 
GirlPix.org  [Schnappschüsse von Crazy Girls von nebenan]
 
AW-Fotos.de   [Private Fotoarchive zu diversen Paraden]

 

 
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